Sommerpause bei DIE TRAINER

Wir läuten in 2020 eine besondere Sommerpause ein ...

Corona hat uns auf besondere Weise durchgeschüttelt - das fordert heraus und sortiert. Es wühlt Sand auf und klärt gleichermaßen. Zurückblickend auf die vergangenen Monate resümieren wir: 

Ein starkes Team hat einen gemeinsamen Kraftakt geleistet, wir haben den Spaß an unserer Arbeit bewusst miteinander geteilt, großartige Lösungen entwickelt und mit unseren Kunden gemeinsam umsetzen können. Wir sind gesund, unsere Familien haben sich gemeinsam darauf eingestellt, auf Dauer mit dem Virus zu leben und Zeit darauf verwendet, Bewährtes bewusst zu hinterfragen.

Unsere Reflexion soll auch dazu animieren, selbst einmal einen Schritt zurück zu treten und die Gedanken für das kommende, zweite Halbjahr zu sortieren.

In diesem Sinne wünschen wir auch Ihnen eine erholsame Sommerzeit!
Herzlichst Ihr DIE TRAINER-Team

Sarah Baumann (Youngster)

1. Wo stehe ich nach den letzten 4 Monaten gegenüber meiner ursprünglichen Jahresplanung: beruflich, familiär und ich persönlich?
Corona-bedingt war die Auftragslage weniger von neuen Aufträgen geprägt, sondern mehr durch die Umstellung von Präsenz auf Onlineberatung. Einen eklatanten Auftragseinbruch wie bei anderen Kollegen/-innen gab es bei mir jedoch nicht, da ich wegen unserer 1-jährigen Tochter erst wieder nach dem Sommer mit voller Power durchstarten werde. Neben den laufenden Aufträgen habe ich die Zeit genutzt, um an neuen, spannenden Themen zu arbeiten - zum Beispiel mit DIE Trainer Kollegen/-innen einen Design Thinking Prozess zu durchlaufen. Auch bin ich neben dem Online- Coaching neue Wege gegangen, um hier und da auch wieder Präsenztermine anzubieten: Team-Supervisionen mit Maske und extrem viel Abstand sowie Führungskräfteseminare mit Corona-angepassten Methoden, um die Dynamik eines Workshops trotz Einzeltischen herstellen zu können.
Familiär haben mein Mann und ich es genossen, mit unseren beiden Töchtern viel Zeit zu verbringen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge unsererseits geht unsere große Tochter wieder in die Kita und startet unsere Kleine nach dem Sommer mit der Krippe. Leider konnten wir unseren Trip nach Portugal im Rahmen der Elternzeit meines Mannes nicht antreten. Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

2. Meine Lessons learned:
Nutze den Moment und habe den Mut, auch ungewohnte Wege zu gehen. In jeder Krise versteckt sich eine Chance, die man ergreifen kann.

3. Wie nutze ich den Sommer für Reflexion und meine persönliche Planung von Herbst/Winter mit Corona?
Der Sommer ist bereits spannend: ich bilde mich zum Agile Coach weiter. Gleichzeitig nutze ich die Zeit, um eine Neuausrichtung bei Trainings zu entwerfen und auch hier neue Wege zu gehen - Altes wird auf den Prüfstand gestellt, um neue Aspekte erweitert und eruiert, welche Formate Online und welche nur in Präsenz durchführbar sind. Ich freue mich definitiv wieder darauf, nach dem Sommer mehr Kundenkontakt zu haben und mehr Coachings, Trainings und Supervisionen durchzuführen - auch mit dem Fokus darauf, wie sich die Arbeitswelt durch Corona verändert hat und wie alle einen guten Umgang mit der doch besonderen Situation finden.

Jennifer Feddersen (Middleager)

1. Wo stehe ich nach den letzten 4 Monaten gegenüber meiner ursprünglichen Jahresplanung: beruflich, familiär und ich persönlich?
Wenn ich mich vorher gefragt habe, wie ich meinen Kunden treffende Beispiele für Disruption nahebringen kann, bin ich jetzt um ein eindrucksvolles Beispiel reicher.
Auch für uns war quasi von einem auf den anderen Tag nichts mehr, wie es war.
Umsatzeinbrüche, vage Perspektiven für unser Business, unkalkulierbare Entwicklungen, täglich neu und anders.
Dennoch: Als Unternehmen gut aufgestellt haben wir aus meiner Sicht das einzig richtige gemacht: Viel mehr Kommunikation und Austausch im Team als zuvor mit dem Ziel, sich im gemeinsamen, stabilen Boot zu bewegen und jede Woche neu das in den Dialog mit unseren Kunden umzusetzen, von dem wir glauben, dass es maßgeblichen Mehrwert für sie liefert.
Wir haben – miteinander und jeder für sich- wohl nie zuvor so viel gelernt – auch übereinander- wie in den vergangenen Wochen und Monaten. Die Qualität unseres Teams wurde anders und -wie ich finde- mehr deutlich als zuvor. Die Qualität unserer Angebote und Lösungen schätzen unsere Kunden ungemein. Nicht zuletzt sind unsere Online Plattformen und die damit verbundene Online Kompetenz der Kollegen massiv getestet und entwickelt. Als Unternehmerin stimmt mich die Summe meiner Eindrücke sehr positiv und optimistisch. Ich bin durchaus stolz und dankbar mit Blick auf die vergangenen Monate.
Als Familie haben wir einen gemeinsamen Reset Prozess durchlaufen. Auf der Liste der beizubehaltenden Aktionen ist dieser Prozess meine Nummer 1!
Mein Mann und ich sind beide Unternehmer in sehr unterschiedlichen Branchen, unsere Söhne Teenager, passionierte Sportler und wir alle rege „Freunde-Treffer“ und reiseliebend.
In unser 4-Personen-Hamsterrad wurde am 18.3. ein Ast geweht. Es kam abrupt zum Stehen und wir sind herausgepurzelt! Keiner hat sich dabei verletzt, aber wir sind dennoch erstmal nicht wieder eingestiegen, sondern haben gemeinsam das Rad sorgfältig von außen genau inspiziert, diverse Schwachstellen aufgetan und angefasst. Dieser Prozess hat uns sehr viel neue Qualität im Miteinander und im Austausch beschert, für den wir uns ohne Corona wohl nicht so viel Zeit genommen hätten. Nun krönen wir unseren Perspektivgewinn durch den bevorstehenden Tapetenwechsel im Familienurlaub – ich bin definitiv reif dafür!

2. Meine Lessons learned:
Optimismus und Zuversicht sind in mir verwurzelt und haben mir sicher auch in den vergangenen Wochen und Monaten hilfreich zur Seite gestanden. Stetige Bewegung in Denken und Aktion und -wo möglich und angebracht- ein gutes Maß an Humor und Leichtigkeit können Dynamik positiv beeinflussen. Und ja: ich bin und bleibe überzeugter Familienmensch und Teamplayer!

3. Wie nutze ich den Sommer für Reflexion und meine persönliche Planung von Herbst/Winter mit Corona?
Definitiv WIRKLICH abschalten. Es widerspricht sich aus Sicht des einen oder anderen Lesers vielleicht, aber das Abschalten beschert mir im nächsten Schritt nicht selten die besten Ideen. Darauf, diese dann im Herbst gemeinsam mit den Kollegen umzusetzen freue ich mich. Meiner Überzeugung nach werden wir nachhaltig mit Corona leben und arbeiten. Für uns bedeutet es ab sofort umso mehr, kreativ, flexibel und schnell zu denken und zu agieren und im intensiven Dialog mit unseren Kunden zu stehen. Diese Kanäle des Arbeitens weiter zu professionalisieren und mit Leben zu füllen wird Inhalt der Herbst/Winter-Phase mit Corona. Bis zum 16.8. lautet die Überschrift meines Abwesenheitsassistenten ab sofort: ICH BIN DANN MAL WEG!

Albert Siepe (Senior)

1. Wo stehe ich nach den letzten 4 Monaten gegenüber meiner ursprünglichen Jahresplanung: beruflich, familiär und ich persönlich?
Das geplante behutsame Hinübergleiten in den Ruhestand als siebzigjähriger Senior hat sich erheblich beschleunigt. Das kommt meinen sportlichen, literarischen und ehrenamtlichen Aktivitäten und Interessen sowie meiner im Frühjahr geborenen 5. Enkeltochter sehr entgegen. Echt erschrocken hat mich, dass ich plötzlich zur Risikogruppe der Älteren zählte.

2. Meine Lessons learned
Regelmäßige digitale und analoge Kontakte mit meiner Familie, meinen Freunden und meinen Kunden waren wichtiger denn je. Vieles lässt sich online erledigen, aber beileibe nicht alles. Es läuft für mich in Richtung zweigleisiger (hybrider) Kommunikations- und Beratungswege. Team-, Personal und Organisationsentwicklung ist und bleibt für mich im Kern ein lebendiger, direkter und interaktiver Prozess.

3. Wie nutze ich den Sommer für Reflexion und meine persönliche Planung von Herbst/Winter mit Corona?
‚Gelassen‘ heißt das Zauberwort!