Ihr persönliches Aufmerksamkeitstagebuch

Wir schenken Ihnen Fokus!

Zweimal in der Woche erhalten Sie hier kleine Übungen, um den eigenen Fokus zu schärfen und achtsamer mit sich, Ihren Mitmenschen und Ihren Möglichkeiten umzugehen.
Leiten Sie dieses Tagebuch gern an alle weiter, denen Sie ebenfalls ein wenig Aufmerksamkeit wünschen möchten.

Gern informieren wir Sie, wenn neue Beiträge veröffentlicht werden. Melden Sie sich dazu einfach über unser >Kontaktformular< mit dem Stichwort "Aufmerksamkeit" an und Sie erhalten am Tag der Veröffentlichung eine kurze Erinnerung per Mail von uns. Eine Abmeldung ist selbstverständlich jederzeit möglich.

03.04.2020
Trilogie für Ihre
Tagesstruktur

07.04.2020
Werden Sie heute
Schatzsucher!

10.04.2020
Drei Gründe um 2020
Ostern besonders zu feiern

14.04.2020
Digitale
Schweigestunde

17.04.2020
Mein Lieblingstag

21.04.2020
Galerie des
Lebens

24.04.2020
Aufmerksamkeit
als Stresskiller

28.04.2020
Opfer vs.
Gestalter

15.05.2020
Zufriedenheit
ist kein Fertiggericht

22.05.2020
Worauf ist Ihr
Blick gerichtet?

Gedanken und Eindrücke zur eigenen Aufmerksamkeit in der aktuellen Zeit

Was kann eine Krise bewirken?

Es ist eine besondere Zeit, eine schwere Zeit mit vielen Sorgen und Entbehrungen: weniger persönliche Kontakte und Nähe, gesundheitliche, finanzielle, existenzielle und für manche auch einfach nur die Einschränkung der persönlichen Freiheit. Plötzlich werden wir vor Herausforderungen gestellt, die wir uns nicht erträumt hätten. Wir haben unserer Leben gelebt, für den einen bequem, für den anderen auch vor dieser Krise schon mit größeren oder kleineren Sorgen. Aber bei vielen, vielen von uns war der Schmerzpunkt nicht groß genug, um uns aus unserer Komfortzone herauszulocken. „Es läuft ja, ich kann ja eh nichts ändern.“

Auch mir als selbstreflektierten Menschen ging es nicht anders.

Vieles ist selbstverständlich. Der Weg funktioniert im Moment und, hey, man ist so beschäftigt, da hat man gar keine Zeit, sich über andere Wege Gedanken zu machen. Es läuft doch! Und plötzlich läuft nichts mehr. Und wir merken, wer bequem wird, den werfen Krisen und neue, noch nie dagewesene Herausforderungen, aus der Bahn. Unsere alten Bewältigungsmechanismen funktionieren nicht mehr. Wir fühlen uns den Ereignissen ausgeliefert, erstarren, sehen keine Handlungsmöglichkeiten. Wir fühlen uns plötzlich konfus und unstrukturiert. Total unfokussiert.

Und doch haben wir in den unbeeinflussbaren Rahmenbedingungen EINE WAHL:

Die Wahl, zu beobachten, wie die Natur aufatmet, wenn der Mensch sie mal nicht mit seinem Eigennutz bis aufs Äußerste überlastet. Die Meere erholen sich ohne die Kreuzfahrtschiffe, Flüsse und die Luft werden wieder klarer…

Die Wahl, zu beobachten, welche Berufe für die Menschen wirklich entscheidend sind, „systemrelevant“ wie es so schön heißt. Dass die Gesundheit mehr wert ist, als die teuersten Klamotten (natürlich möglichst billig hergestellt) und das neueste Auto. Und dass wir es den Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten, so schwer machen, ihren Job gut und ohne die eigene Gesundheit zu gefährden, ausüben zu können. Die, die im Moment für uns das System am Laufen halten (ja, auch die Verkäufer/-in, die weiter ihren Job machen und viele andere Berufe, die bisher selbstverständlich und nicht sehr von der Gesellschaft beachtet wurden), bekommen für ihre Arbeit so wenig Wertschätzung und auch Geld.

Die Wahl, mich selbst  und mein Handeln zu überdenken. Bin ich zu bequem geworden im kreativen Nutzen meiner Potentiale? Habe ich wirklich hingeschaut, was noch möglich ist? Und nicht in Hinblick auf unseren Selbstoptimierungswahn, sondern in Hinblick auf meine Stärken, meine Ressourcen, meine Gesundheit…

Die Wahl, zu überdenken, wieweit wir unsere Freiheit ausleben müssen. Muss es die Kreuzfahrt sein, die die Natur immens überlastet? Müssen wir überall mal eben schnell hinfliegen? Brauchen wir wirklich all die Dinge, die wir so kaufen?

Die Wahl, zu überdenken, wie wir es schaffen, dass Menschen solidarisch denken und sich gegenseitig unterstützen. Zu sehen, dass wir alle weiterkommen, wenn wir miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.

Die Wahl, wie wir unsere Arbeit ausüben. Endlich ist Homeoffice eine anerkannte Arbeitsform, für Meetings muss man nicht zwingend reisen. Die wahre Bedeutung von Agilität und die Haltung, die es braucht, wird jedem bewusst.

Die Zeiten sind schwer, die Welt wird danach eine andere sein.

Aber es liegt in unserer Hand, die Krise in eine Chance zu verwandeln. Und jeder hat seinen Einflussbereich. Das zeigt diese Krise sehr deutlich: nur durch zu Hause bleiben, Abstand halten, Hygienevorschrift, gesunde Ernährung, Sport und so weiter haben wir einen Einfluss auf die Verbreitung des Virus.

Und auch am Tag danach können wir etwas verändern.

Ich nehme mich von alldem nicht aus. Aber auch nicht mit Selbstvorwürfen. Denn die bringen uns nicht weiter. Sondern einfach nur beobachten. In mir arbeitet es sehr: was ist wirklich wichtig? Was habe ich im betäubenden Konsumwahn angeschafft, was eigentlich gar nicht wichtig ist? Und was kann ich verändern?

Haben Sie den Mut IHRE WAHL zu nutzen!

Um proaktiv raus aus der Opferhaltung hinein in unsere Gestalterrolle wechseln zu können, brauchen wir Fokussierung und Achtsamkeit.
Und die geht uns in Zeiten der Krise schnell verloren. Dabei haben viele gerade im Moment die Zeit, Achtsamkeit zu üben und den eigenen Fokus schärfer zu stellen.
Nutzen Sie dazu auch die Impulse durch unser Aufmerksamkeitstagebuch.

Bleiben Sie gesund, Ihre Ines Weidner im Namen des gesamten DIE TRAINER-Teams!